Nationalpark Eifel
Der
Nationalpark Eifel und der ehemalige, inselartig inmitten des Nationalparks
gelegene, Truppenübungsplatz Vogelsang stellen einen Naturraum dar, der
aufgrund seiner Einmaligkeit und Exklusivität einen sehr hohen Grad an
Schutzwürdigkeit verdient. Bedingt wird dies zum einen durch die Größe des
Gebietes, zum anderen durch seine wechselvolle Geschichte, die bis ins Jahr
1934 zurückreicht.
Beides
lohnt einen Besuch und das MIT der Bahn!
Nationalpark Eifel
Wald,
Wasser, Wildnis – Das Motto des Nationalparks. Erst seit dem Jahr 2004 bietet
die Nationalparkverwaltung zusammen mit dem Förderverein den Besuchern des
Nationalparks zu jedem dieser drei Bereiche zahlreiche Naturerlebnisse an. Die exponierte Lage als einziger Nationalpark
im geographischen Westen des Bundesrepublik und die Nähe zu den Nachbarn
Belgien und den Niederlanden ergeben eine außergewöhnliche Kombination. Der
Nationalpark wird im Norden von den Orten Heimbach | Rurberg und dem Rursee, im
Osten von Schleiden-Gemünd | Dreiborn, im Süden von der Oleftalsperre und der
belgischen Grenze sowie im Westen durch Einruhr | Rurberg und den Obersee | die Schwammenauel
eingerahmt. Verbindend wirkt sich zudem
der Übergang in den grenzüberschreitenden Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes
Venn-Eifel aus, der den Nationalpark Eifel vollständig umrahmt. Der neue
Nationalpark stellt somit nicht nur eine Bereicherung alleine für Deutschland
dar, sondern für die gesamte EuRegio Maas-Rhein.
Sternförmig lassen sich von
hier die größeren Städte Aachen-Bonn-Düren-Eupen-Koblenz-Köln-Maastricht-Trier entspannt
mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
Als
Alleinstellungsmerkmal unter den Nationalparken besitzt der Nationalpark Eifel
für die Region charakteristische Bestände an Hainsimsen-Buchenwäldern, die
sonst nur noch im Nationalpark Kellerwald-Edersee zu finden sind!
Ehemaliger Truppenübungsplatz „Camp
Vogelsang“
Vogelsang
war eine von vier geplanten Ausbildungsstätten im gesamten Reichsgebiet
gewesen, welche als „Bildungsstätten“ geplant worden sind und in denen junge
Männer zu politischen Führern ausgebildet werden sollten. Nicht umsonst wurden
die Reichsschulungslager später in „Ordensburgen“ umbenannt. Mit dieser
Bezeichnung sollte der Anschein einer exklusiven Zugehörigkeit zu einer in sich
geschlossenen und fest ineinander verzahnten Gemeinschaft erweckt werden. Der
Ausdruck „(Ordens)Burg“ leitete sich von der erhaben und monumental wirkenden Architektur ab, welche den Menschen im Vergleich dazu als winzig erscheinen
lässt, gleichzeitig aber auch an eine mittelalterliche Burganlage erinnern
soll. Sollten Sie das erste Mal Vogelsang besuchen oder die Anlage lediglich auf
einer Abbildung betrachten, werden Sie sich dem Gleichnis Anlage-Burg nicht
sofort entziehen können. Zu sehr wurden die Bauten in die Landschaft der
Eifelberge hinein inszeniert. Nach Kriegsende diente Vogelsang erst den Briten,
ab 1950 dann den Belgiern und anderen NATO-Truppen als Übungsplatz. 2005
verließ der letzte belgische Soldat Vogelsang, der Weg war nun frei für die
Gründung des Nationalparks.
Die ehemalige Ordensburg Vogelsang ist
neben dem Reichs-parteitagsgelände in Nürnberg eines der am Besten erhaltenen
und „vollständigen“ Relikte aus der Zeit des Nationalsozialismus!!!
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